Jetzt schlägt's sieben! Am 10. April wird der Bieler Gaskessel zum 7. Mal Schauplatz der halbjährlichen Dichterschlacht. Acht gefürchtete Hüter des gesprochenen Wortes duellieren sich in sieben Runden.

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SLAM POETRY ist gelebte Sprache im Hier und Jetzt, authentisch und live, kurz und knapp. Gesprochene Literatur der Gegenwart, Wort-Sport-Rock ‘n‘ Roll auf der Bühne, zum Anfassen! Im direkten Kräftemessen performen gestandene Slam-Poeten eigene Texte und werben um die Gunst des Publikums.

8 Slammer, 7 Duelle, 6 Minuten (5 Finger, 4 Jahreszeiten, 3 Tenöre, 2x jährlich) und 1 Flasche Absinthe für den Sieger.

Achtung!
Prognosen für den 10. April: Im Verlaufe des Abends kann es am Jurasüdfuss vermehrt zu intensiven, dialektalen Sprechgewitter kommen. Heftige Erzählgüsse und starke Wortniederschläge sind nicht ausschliessbar.

mitunter dabei:

Dagmar Schönleber (Köln),

http://www.dagmarschoenleber.de/

Die Gewinnerin der 5. Bieler Dichterschlacht kehrt zurück - mit im Gepäck ihr brandneues Buch "Nackt im Bus". Dagmar ist bekannt für ihre direkte, lebensnahe und rauhe Sprache und kann auch den verruchtesten Kerlen Paroli bieten (und/oder unter den Tisch saufen). Es kann allerdings schon mal vorkommen, dass sie sich selber auf Beinhöhe über ihr Leben reflektierend wiederfindet. Mit viel Power wird uns die waschechte Kölnerin auch diesmal Nägel mit Köpfe machen.

Harry Kienzler (Tübingen),

http://harrykienzler.com/

Der Gewinner der letzten Dichterschlacht und daher Titelverteidiger wurde im November vergangenen Jahres mit Jakob Nacken Vizemeister an den deutschsprachigen Meisterschaften in Düsseldorf (Teamkategorie). Als gestandener Germanist und Philosoph mit Hang zur Praxis, nimmt er seine Leidenschaft für Bühnenpoesie ernst und überzeugt mit mitreissenden Performences. Harry ist Expressionist, lebt seine Texte und veröffentlichte 2009 das Buch "Ich liebe meine Angst".

Mischael-Sarim Vérollet (Bielefeld),

http://verollet.de/

Der auf Gibraltar geborene, britische Staatsbürger lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Bielefeld, was er in seinem letzten Buch "Das Leben ist keine Waldorfschule" verarbeitet. Mit Erfolg, 2009 wird der Kurzgeschichtenband an der Frankfurter Buchmesse mit dem kuriosesten Buchtitel ausgezeichnet. Mischa, der Mann mit den Haaren (es gibt Leute, die sagen, Mischa trägt die Haare seines nie geborenen Zwillingsbruders), bewegt sich erschreckend geschickt zwischen Bühnenperformance und dem geschriebenem Wort - Eine neue Generation Storyteller, deren Frisur immer sitzt. Die Erscheinung seines neuen Romans "Axel Schulz Roadkill" ist für den kommenden Herbst angekündigt.

Wehwalt Koslovsky (Berlin),

http://www.wwalt.de/

Der Mann der Stunde ist literarisch seit 1994 aktiv und gilt als Urgestein des deutschsprachigen Poetry Slams. Bereits 1996 rief er mit seinen "Maultrommel" Kollegen Düsseldorfs ersten regelmässigen Poetry Slam ins Leben. Nach sieben Jahren Studium der Anglistik, Medienwissenschaft und Philosophie verschreibt er sein Dasein vollends dem Schreiben und dem Spoken Word. Als Meister des gesprochenen Wortes hat er bisher über 100 Dichterwettstreite gewonnen. Am St. Gallen Openair 2003 performte Wehwalt zusammen mit Etrit Hasler vor Tausenden von Festivalbesuchern seinen Text "Nittigritti".

Markus Roland Köhle (Wien),

http://autohr.at/

schreibt, um gehört zu werden. Der österreichische Slam Pionier ist seit 2001 literarisch, literaturkritisch, literaturwissenschaftlich und auch als Literaturveranstalter aktiv. Zusammen mit Mieze Medusa veröffentlicht Markus im letzten Jahr das Buch (und CD) "Doppelter Textpresso", in dem die beiden den sprachlichen Balanceakt zwischen Absurditäten und Genialitäten im Spiel mit dem Ernst des Lebens tollkühn vollführen. Wer Kofferwörter mag, wird Markus mögen.

Achim Parterre (Langnau i.E.),

http://www.schreibarbeiter.ch/achim-parterre

Der gebürtige Bieler bringt kaum etwas aus der Unruhe. Nachdem er in den 90er Jahren das Lehrerpatent erworben, einige Semster studiert und sich als Autor und Kursleiter weitergebildet hatte, heiratete Achim, pflanzte sich fort, kaufte ein Auto, verstaute sein Hausrat im Kofferraum und zog nach Schweden um. Dort schrieb er beinahe einen Roman. Doch kehrte er 2002 zurück ins Reduit Emmental. Der Spoken Word Autor und Schreibarbeiter veröffentlicht 2008 schliesslich sein erstes Buch "Nicht einmal einen Hund besass er".

Lara Stoll (Schaffhausen),

http://www.larastoll.ch/

Kaiserin Lara Stoll I gibt sich die Ehre. Die Gewinnerin der nationalen und deutschsprachigen u20 Meisterschaften 2006 kam 1987 zur Welt, konnte auf Anhieb Traktor fahren und darüber Texte verfassen. Ein wahrlich Wunderkind. Wenn Lara heute nicht gerade Ihren Freizeitaktivitäten nachkommt (Kakerlaken bekämpfen, Schnaps und darüber schreiben, über die lieben Aktvitäten), tourt sie mit ihrem Soloprogramm "Hannni Nannni & ich" durch die Landen und regiert die Bühnen ihres Kaisertums.

Laurin Buser (Basel),

http://laurinbuser.ch/

"Der Laurin Buser spricht gerne in Mikrophone. Irgendwie. Er mag Wörter. Sehr. Er liebt Bühnen. Musik. Rap. Theater. Lars Ruppel. Menschen. Tiere. Blumen. Ironie. Sarkasmus. Zynik. Zweideutigkeit. Spott. Hass. Sich selbst. All das findet er funkyfresh, ah yeah. Er hasst auch vieles, doch davon ist nur Hugh Grant erwähnenswert. Und Ingwer. (...) Nun ja. Laurin Buser ist Slam-Poet, Schauspieler, Rapper und Schüler. 2007 und 2008 gewann er die U20-Poetry-Slam-Schweizermeisterschaft."

Moderation: Das "bisschen böse" Team Etrit Hasler & Patrick Armbruster (St. Gallen & Winterthur)

http://story.ch

Etrit Hasler & Patrick Armbruster (St. Gallen & Winterthur) haben erneut das letzte Wort und entscheiden über Daumen hoch oder runter.