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SLAM POETRY ist gelebte Sprache im Hier und Jetzt, gesprochene Literatur der Gegenwart, authentisch und live, kurz und knapp: Wort-Sport-Rock 'n' Roll zum Anfassen und Mitmachen! BEI UNS geht das so: Im direkten Kräftemessen (1 gegen 1) performen gestandene Slam-Poeten selbstverfasste Texte. Dabei gilt:
Natürlich wäre eine Bieler Dichterschlacht ohne eine Nacht der schwingenden Hüften und Gläser genauso undenkbar, wie Bud Spencer ohne Terence Hill (oder Bart). Nach dem Kampf also Amüsement: Als notwendiges Surplus wird uns Gerald Pioch (Mexiko/Berlin) mit seinen straighten und verspielten Minimal-Klängen bezirzen, worauf uns DJ Cutslades (Bienne) deep deep deepem Bassteqstep nicht bloss in den Magen, sondern auch in den Morgen und hoffentlich bis nach Hause tragen wird. Um es kurz und ogianisch auf den Punkt zu bringen: Freude herrscht! |
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mitunter dabei:
Bleu Broode (Hamburg/Jena),http://bleubroode.de/Der selbsternannte Träumer und Reisende studiert Theologie in Jena und Marburg, um (so nach eigener Aussage) "vielleicht endlich mal mit Gott über die Welt sprechen" zu können. Nach Gott und den Sternen greiffend gelang ihm 2008 denn auch ein Raketenstart in der Slam-Szene. So gewann er in diesem, seinem ersten Slamjahr auch gleich die deutschsprachigen Meisterschaften in Zürich in der Kategorie U20. Seither slammt er "mit einer aus Krümmel geklauten Portion Kernschmelz-Dynamit" auf allen Bühnen, die ihn tragen: Sei es beim Kuttner-Slam auf Sat.1, beim 70. Geburtstag seines Opas oder auf der Hochzeit zweier völlig wildfremder Leute, deren Party er stürmte, dabei aber aus Versehen auf einer Bühne landete und deren Namen er bis heute nicht kennt. Ah, mon Bleu! |
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Jana Klar (Berlin/Leipzig/Biel),http://www.myspace.com/pandaimkopfJana Klar schrie 1986 zum ersten Mal, verstrahlt wäre sie aber auch ohne Tschernobyl geworden. Bereits im zarten Alter von 1 ½ Jahren las sie ihren Eltern Märchen vor, wobei sie Bücher prinzipiell falsch rum zu halten pflegte. Stilblüten wie: "...und da lag die Hexe in tausend Hautscherben." konnten von ihr seit dem noch nicht überboten werden. Sie arbeitet dran. Zur Zeit studiert sie am Schweizerischen Literaturinstitut, versucht Berndeutsch zu verstehen und Französisch zu lernen. |
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Mischael-Sarim Vérollet (Bielefeld),http://verollet.de/Mischa, der Mann mit den vielen Haaren, der Heimatlose, Engländer-Franzose-Deutsche-Gibraltese(?), folgerichtig Wahlberliner und unterdessen der wahrscheinlich glücklichste Vollzeit-Autor überhaupt, kehrt zurück. Nicht bloss weil er diesmal wirklich einen kurzen Rückblick zum Slam verfassen wird (Mischa, diesmal kannst du dich nicht drücken, es gibt Zeugen), nein, viel besser: Mischa wird für Biel an den deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften 2010 im Ruhrpott antreten und das will (vor)gefeiert sein! Darüberhinaus froh-locken und jauchzen wir mit ihm anlässlich seines kürzlich veröffentlichten Zweitlings "Wieso ich Angst vor den Frauen habe". Da sind wir aber mal gespannt. |
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Julian Heun (Berlin),http://julianheun.wordpress.com/Glaubt man der Presse - und wir tun das - so darf sich Biel auf das "bleich wirkende Bürschlein mit unerhört poetischer Kraft" (NZZ), "Deutschlands junge(n) Poetry-König" (Spiegel Online), diese "Ausnahmebegabung aus Berlin" (Nürnberger) ordentlichstens freuen. Denn, "seine Stimme ist wie das Gegenteil seiner Haare" (Deutsche Welle - ausgerechnet die!), auch wenn wir nicht genau wissen, was das zu bedeuten hat. Glauben wir also Fakten: Auch Julian ist ein Senkrechtstarter der 89er-Generation. Seit 2007 tritt er an allen erdenklichen Poetry Slams auf (so stösst man auch unerwartet im tiefsten Emmental an einem Hippie-Festival auf Julian) und wurde auch prompt deutschsprachiger U20-Meister in Berlin (2007) und an den Meisterschaften 2008 in Zürich deutschsprachiger Vizemeister. Doch damit nicht genug. Julian schreibt auch für Literaturzeitschriften und Zeitungen. Und studieren solle er angeblich auch noch. |
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Lea Dettli (Basel),
"Manche Menschen werfen mir vor, ich würde zu viel träumen, wäre Fremd der Realität gefangen in meinen Räumen. Manche Menschen werfen mir vor, ich würde zu viel träumen, ein Leben voll von Illusion doch das Leben dabei versäumen. Manche Menschen werfen mir vor ich wäre leicht naiv, alles wäre super leicht und meine Sicht zu primitiv. Ja wer weiss vielleicht haben sie ja recht und an alle dem ist etwas dran, aber letztlich finde ich es wunderschön, dass ich noch träumen kann." |
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Renato Kaiser (Goldach/Freiburg),http://derkaiser.ch/Der Kaiser verteidigt seine hart erkämpfte Krone. Da brauchen sich nicht bloss heiratsfreudige Mädchen zu freuen, denn Renato ist schon jetzt ein literarischer Klassiker! Zwar "von den Kritikern verspottet, vom Publikum verkannt, von der Welt ignoriert", doch dieser dem Rotwein nicht abgeneigte Slampoet ist und bleibt ein Mann, der sein Schicksal selber in die Hand nimmt: So findet er mit seinem Solo-Programm "Er war nicht so - Ein Nachruf" selber zu der Beachtung, die ihm eigentlich zustehen würde - eine durchaus löbliche Praxis der Selbstfindung, gerade im Hinblick auf seine schwere Lebenssituation als Wahlfreiburger mit ostschweizer Migrationshintergrund. Eben, "ein Mann, bescheiden und selbstlos wie ein Mann nur sein kann." |
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Sulaiman Masomi (Paderborn),http://www.myspace.com/sulaiman79Der gebürtige Afghane schreibt seit er 12 Jahre alt ist. Neben seinem Studium der allg. Literaturwissenschaft in Paderborn gründete und etablierte er die Lesebühne "Lyriker Lounge" und die Showlesebühne "LMBN" zusammen mit Sebastian 23 und Mischael-Sarim Vérollet. Mit mehr als 500 Auftritten im deutschsprachige Raum und unzähligen Erfolgen bei Poety Slams ist Sulaiman zu einer der Grössen der deutschen Bühnenliteratur avanciert. Sulaiman arbeitet gerade nach seiner ersten Live-CD "Immer der Nase nach" (2009) an seiner ersten Buchveröffentlichung. Sein wahrscheinlich bekanntester Text "Ein Kanacke sieht rot" steht für das Sulaimaneske schlechthin. Eine bitterböse Satire, welche mit bemerkenswerter Form und Perspektive die nicht undelikate gegenwärtige Integrationsproblematik gekonnt bearbeitet. Unterhaltung mit Tiefgang. |
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Tobi Kunze (Hannover),http://www.mischwetter.deDer Rap Slam Champion der deutschsprachigen Meisterschaften 2007 in Berlin und 2008 in Zürich ist nicht zu bremsen: "Er kann ne Menge, macht ca. die Hälfte. Aber davon viel." So hat er nicht weniger als 650(!) Auftritte im gesamten deutschsprachigen Raum absolviert und organisiert, koordiniert und moderiert Lesebühnen und Slams in Hannover und Drumherum - eine wahre Bereicherung für die dortige Live-Literatur-Szene! Doch live reicht dem aufgedrehten Multitalent nicht. Regelmässig veröffentlicht Tobi seine Texte in Anthologien, Satiremagazinen, Hörbüchern und Fanzines. Nicht zuletzt ist er der Herausgeber der Anthologie "Stadtgeschehen bei Mischwetter". Bei soviel Engagement stellt sich bloss eine Frage: Wann schläft dieser Mensch? |
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Moderation: Das "bisschen böse" Team Etrit Hasler & Patrick Armbruster (St. Gallen & Winterthur)http://story.chDas "bisschen böse" Team, unsere beiden Mäntel in Schwarz, führen auch durch die achte Schlacht der Dichter und sorgen einmal mehr für Recht & Unordnung. |
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